



Gisela Hesse
24 Stunden Ismaning – Fensterkunstwerk von Dagmar Pachtner ab 8. Mai 2009
Zum 1200jährigen Ortsjubiläum der Gemeinde Ismaning zeigt Dagmar Pachtner unter dem Titel „24 Stunden Ismaning“ ihre neueste Foto- und Lichtinstallation.
Ein transparentes, nachts von innen beleuchtetes Fensterkunstwerk befasst sich mit dem Ablauf eines Tages und einer Nacht in Ismaning. An den unterschiedlichsten Orten, seien es Plätze, Geschäftsstraßen, Spazierwege, Parks oder ruhige Wohnviertel, entdeckt die Künstlerin Reizvolles und Sehenswertes, das sie mit der Kamera einfängt. So hebt sie das tägliche Geschehen im Ort aus seiner Alltäglichkeit und lässt es uns durch ihre Kunst neu erleben.
Dagmar Pachtner ist 1961 in Neustadt an der Aisch geboren. Sie studierte von 1981 bis 1986 Kunsterziehung und Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 1988 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin, stellt international aus und hat bereits viele, oft spektakuläre Projekte im öffentlichen Raum verwirklicht. Ihr Atelier ist seit 1991 in Landshut. Die Arbeitsbereiche sind plastische Arbeiten, Kunst im öffentlichen Raum, Rauminstallationen, Fotografie, Video und Zeichnungen.
Dagmar Pachtner: Nähe und Ferne – das Eigene und das Fremde in einer globalen Kultur heißt die Ausstellung, die vom 8. Mai bis 5. Juli 2009 zusätzlich zu Dagmar Pachtners Installation zum Ortsjubiläum im Kallmann-Museum gezeigt wird.
1200 Jahre Ismaning – 12 Kunstwerke im öffentlichen Raum
Führung zu neuen und bereits bekannten Kunstwerken im öffentlichen Raum in Ismaning ab 17. Mai 2009
Ismaning mit seiner langen kulturellen Tradition hat neben seiner historischen Bausubstanz in den letzten Jahren auch einen bedeutenden Zuwachs an aktuellen zeitgenössischen Kunstwerken erhalten, die das Ortsbild wirkungsvoll verschönern.
So wurden im Anschluss an den „Ismaninger Skulpturenpark 2000“ folgende fünf Kunstwerke von der Gemeinde Ismaning erworben.
1. „Faustköpfe“, eine Installation von Bernhard Eusterschulte
2. „Pool“, eine Licht- und Metallskulptur von Markus Heinsdorff
3. „Bridge 2000“, eine Steinplastik von Christian Hinz
4. „Drehschatten“, eine freischwebende Holzarbeit von Werner Mally
5. „Paar“, eine Skulptur aus schwarzem Granit von Jochen Sendler
Bereits seit 1997 steht die Steinplastik „Immerwährende Entstehung“ von Margit Festl vor der neuen Ismaninger Grundschule; 2002 kam die Holzplastik „Baumknoten“ von Johannes Hofbauer dazu und aus Anlass der Bundesgartenschau 2005 wurden die großen Installationen aus lebenden Hainbuchen „Labyrinth“ und „Topiary“ von Matt Mullican angekauft.
Im Frühjahr 2009 wird neben dem Kallmann-Museum die Bronzeplastik „Sibil“ von Maria Munz-Natterer aufgestellt. Sie ist eine Schenkung der Familie Sattelmayer aus Erding.
Zur 1200-Jahr-Feier werden drei weitere temporäre Installationen und Plastiken die Zahl der Kunstwerke auf die magische Zahl 12 erhöhen. Jedes zeitgenössische Kunstwerk steht für ein Jahrhundert.
Die Bildhauerin und Malerin Alexandra M. Hoffmann befasst sich mit den alten, bereits abgestorbenen Bäumen im historischen Schlosspark Ismaning. „Letztes Leuchten“ heißt ihre Arbeit, bei der sie einem dieser Baumveteranen durch künstlerische Gestaltung und Bemalung zu neuer Bedeutung verhilft und so zum farbstarken Blickfang im Schlosspark macht.
Der Maler Joachim Jung setzt sich seit längerem intensiv mit der Geschichte Ismanings auseinander - im Ismaninger Schloss hängen seine Porträts der Familie von Leuchtenberg Der Künstler zeigt seine Verbundenheit mit dem Ort in einer umfangreichen Serie von Bildern mit dem Titel „Ismaninger Porträts – 12 Menschen aus 1200 Jahren“: Er portraitiert nach historischen Quellen Bauern und Bäuerinnen, Kleriker, Leibeigene, Arbeiterinnen, Wissenschaftler und feine Damen und Herren des Schlosses vom Jahr 826 an bis heute und ergänzt bei fehlenden historischen Quellen die Bildnisse mit seiner eigenen Phantasie. Die Bildtafeln, die im Schlosspark aufgestellt werden, bieten einen anschaulichen und unterhaltsamen Blick auf die Menschen, die in Ismaning lebten und leben.
Johannes Veit hält mit einer farbigen, vier Meter hohen Säule Ismaning den Spiegel vor. Bäume, Himmel, Gebäude, Passanten spiegeln sich kaleidoskopartig in dieser Stele, die abwechselnd mit farbig glänzenden Kacheln und Spiegelglas gestaltet ist. So entwickeln sich auf der Oberfläche des starren, statischen Objekts lebendige, sich ständig verändernde Bilder.
Markus Heinsdorff – Wasserwerke; Isarprojekt 2009; Installation und Fotografie
Eine Ausstellung zum 1200jährigen Ortsjubiläum von Ismaning 17. Juli bis 18. Oktober 2009
Mit seinen Installationen und Skulpturen hat der Münchner Künstler Markus Heinsdorff bereits große internationale Anerkennung gefunden.
Der vor Ideen sprühende Künstler hat sich im Hinblick auf die 1200-Jahr-Feier von Ismaning einen abwechslungsreichen Parcours durch das Museum ausgedacht. Mit Fotografien, Klang-, Bild- und Objektinstallationen zeigt er spielerisch, meditativ und experimentell die enge Verbindung des Elements Wasser, beziehungsweise der Isar mit ihren Auen, und dem daran liegenden 1200-jährigen Ort.
Markus Heinsdorff ist 1954 in Steinkirchen geboren. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München Bildhauerei bei Robert Jacobson. Von 1980 bis 1989 leitete er die Schule für Gestaltung Villa Pacieri in Rom. Markus Heinsdorff lebt in München und arbeitet als freischaffender Künstler. Seine Projekte verwirklicht er weltweit. In China lehrt er als Gastprofessor für Architektur.
Für eine große Installation im Kallmann-Museum mit Isarkieseln sind alle Kunstfreunde und Museumsbesucher eingeladen, bis zur ersten Juliwoche ihren Lieblings-Isarkiesel ins Museum zu bringen (maximaler Durchmesser ca. 4 cm). Dieser wird dann zu einem Teil des Kunstwerks.
Galerie im Schlosspavillon
Wasserzeichen – Ismaninger Künstler stellen sich mit einem gemeinsamen Kunstprojekt vor.
10. Juli bis 27. September 2009
Die Galerie im Schlosspavillon präsentiert sich als Kunstschaufenster für Kunst aus Ismaning. Es wird ein abwechslungsreiches, breitgefächertes Spektrum künstlerischer Ideen, Medien und Ausdrucksformen gezeigt: Malerei, plastische Arbeiten, Installationen, Fotografie und Video.
Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:
Rebecca Augenstern
René Birkner
Alicja Podgorska-Birkner
Christa Brand
Margit Festl
Ruth Hirschfeld
Dietlinde Majewski
Brigitte Peglow
Iris Rüdel
Veronika Schattenmann
Florian Geserer
Dagmar Trotzko
Thomas Tremml
Birgit Weber-Thedy
Engel, teuflisch schön - Zeichnungen von Helmut Christian Walter
13. November bis 13. Dezember 2009
Inspiriert durch den „Ismaninger Engel“ – einer Kachel von der barocken Raum-Dekoration des Schlosses – endet die Folge der Kunstausstellungen zum Ismaninger Ortsjubiläum mit einer humorvoll heiteren Bilderschau des Künstlers Helmut Christian Walter.
Helmut C. Walter ist ein brillanter Zeichner. Mit dem Thema Engel befasst er sich intensiv seit dem Jahr 2003. Ausgehend von einer Bildvorstellung, die sich ursprünglich an den traditionellen Engelsfiguren aus der Kunstgeschichte orientiert, entwickelten seine Engelsbilder im Laufe der Jahre eine immer stärkere Individualität und ein immer frecheres Eigenleben. So entstanden neben schönen, heiligen Engeln auch scheinheilige, kitschige, verlogene, humorvolle, flatterhafte oder gefallene Engel. Diese himmlische Gesellschaft setzt der Künstler mit spontanem, schwungvollen Strich in Bild, wobei er die Zeichnung mit den unterschiedlichsten malerischen Techniken kombiniert.
Die Engelsbilder von Helmut Christian Walter wurden in renommierten Museen und Kunstvereinen gezeigt, unter anderem auch im Gulbransson-Museum am Tegernsee.
Ismaninger Musiknacht
26. Juni 2009
Gemeinschaftsprojekt des Kallmann-Museums, der Musikschule Ismaning, der ArsNoah e.V. und der Chorgemeinschaft Ismaning Chorisma
Ein spannendes musikalisches Projekt ist die Ismaninger Musiknacht. Der Konzertabend mit Jazz, Klassik, gehobener Unterhaltungsmusik und Chorgesang findet an verschiedenen Spielorten in Ismaning statt. Der Konzertbesucher kann bei einem Spaziergang durch den Ort in lockerer Folge ganz unterschiedliche musikalische Darbietungen erleben. Musik wird erklingen im Kallmann-Museum (bei schönem Wetter im Innenhof), in der Hainhalle und im Schlosspavillon.
Der Auftakt des Konzertabends ist um 19 Uhr in der Hainhalle mit der Chorgemeinschaft Chorisma. Um 20 Uhr folgt im Kallmann-Museum ein Jazzkonzert des Trios Mathias Götz, (einem Posaunisten von internationalem Renommee), Daniel Glatzel (Tenorsaxophon) und Karsten Holzapfel (Gitarre).
Geistreich und musikalisch perfekt ist das Gesangs-Ensemble der Pinguin Singers das von Ars Noah e.V. engagiert wurde und um 21.15 Uhr ebenfalls im Kallmann-Museum spielt. Mit vorwiegend spanischen und südamerikanische Rhythmen bietet das klassische Gitarrenduo Carola Kunz und Valentin Farcas um 22.30 Uhr im Schlosspavillon einen fulminanten musikalischen Abschluss der Musiknacht.
Carola Kunz und Valentin Farcas sind bekannte Musiker und Lehrer an der Musikschule Ismaning.
> Christa Scharl
Tel.: 089-960 900-148
cscharl@ismaning.de
> Christine Heinz
Tel.: 089-960 900-153
cheinz@ismaning.de